Beim letzten Clubabend der Peatfuckers ging es – wie so oft – nicht nur um gute Flaschen, sondern auch um die Frage:
Wie nähert man sich einem Whisky, ohne ihn zu überanalysieren und trotzdem nichts zu verpassen?
Ganz wichtig vorweg: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Aber ein paar einfache Schritte helfen dabei, Aromen bewusster wahrzunehmen und mehr aus dem Glas herauszuholen.
- Das Auge trinkt mit
Bevor Nase oder Gaumen zum Einsatz kommen, lohnt sich ein Blick ins Glas. Die Farbe kann Hinweise auf Reifezeit und Fass geben:
Dunklere Töne deuten oft auf längere Lagerung oder Sherryfässer hin, hellere Farben eher auf amerikanische Eiche oder kürzere Reifezeiten.
Kein Beweis – aber ein erster Eindruck. - Die Nase – Zeit lassen
Jetzt wird es spannend. Beim Riechen gilt: ruhig bleiben. Nicht tief hineinziehen, sondern das Glas langsam zur Nase führen. Ein leichtes Schwenken reicht, um Aromen freizusetzen.
Frucht, Vanille, Gewürze, Holz – oder eben Rauch und Torf.
Letztere sind bei den Peatfuckers besonders beliebt, aber auch hier gilt: Jeder riecht anders – und das ist gut so. - Der erste Schluck
Der erste Schluck ist kein Wetttrinken. Ein kleiner Schluck reicht, damit sich der Whisky auf der Zunge verteilen kann.
Ist er süß oder trocken? Würzig, fruchtig, ölig, rauchig?
Manche Whiskys brauchen Zeit – sie verändern sich im Glas und entwickeln mit jedem Schluck neue Facetten. - Der Abgang
Zum Schluss bleibt der Nachhall. Wie lange ist der Geschmack noch da? Verändert er sich?
Ein langer Abgang ist kein Qualitätsmerkmal im Alleingang – aber oft ein Zeichen für Tiefe und Komplexität.
Besonders Torf- und Rauchwhiskys hinterlassen hier gerne einen bleibenden Eindruck.
Am Ende zählt bei uns nicht die perfekte Beschreibung, sondern der gemeinsame Moment:
Gläser auf dem Tisch, gute Gespräche, unterschiedliche Meinungen – und Whisky, der Spaß macht.
Wir freuen uns auf viele weitere Abende, an denen wir genau das weiter pflegen:
genießen, entdecken und gemeinsam lachen.
Slàinte


